Gendermainstreaming

Die wip-EP insgesamt zeichnet sich dadurch aus, dass vornehmlich, aber nicht ausschließlich Frauen – im Sinne der Durchführung und der Zielgruppe – als Handelnde involviert sind. Das ist gerade in und für Österreich bedeutsam, wo hier doch immer nocht patriarchale und paternalistische Strukturen vorherrschen, deren deutlichste Signifikanz die ungleiche Behandlung am Arbeitsmarkt darstellt: Frauen verdienen im Durchschnitt ein Drittel weniger als Männer. Und Migrantinnen sind davon zumeist noch einmal mehr betroffen. Die Berücksichtigung der Problematik der Geschlechterverhältnisse wird in allen Phasen der EP durch laufende Selbst-/Reflexionen garantiert. In Form von Workshops und weiteren Austauschverfahren- wie z.B. Lektürevorschlägen (Theoriebildung), Maildiskussionen – wird der laufende Prozess (der Modularbeiten, der Aktivitäten der A3, sowie der Gesamtkoordination selber) selbstkritisch beobachtet und gegebenenfalls verändert. Die GM-Beauftragte ist für die Kontinuität dieser Auseinandersetzungen zuständig und sie fungiert zugleich als Anlaufstelle für eventuelle Beschwerden. Sie schaut ebenso auf Kommunikationsstrukturen bei den EP-Koordinationstreffen und übernimmt die Steuerungsaufgabe für den sensiblen Bereich des Sprachverhaltens. Sie schaut ebenso auf eine faire Verteilung der Reproduktionsarbeiten im (täglichen) Umgang miteinander.

Die GM-Beauftragte hat für diese Funktion das Mandat aller an der EP Beteiligten und somit auch Sitz und Stimme in der Gesamtkoordination. In der personellen Verbindung mit der Selbstevaluation aller Tätigkeitsbereiche der EP ist das Augen-

merk auf die Strategie des GM gesichert. Die Qualifikation der GM-Beauftragten ist durch die Erfahrung in der Partnerorganisation FRAUENhetz gegeben, da diese Organisation sich seit vielen Jahren bildungspolitisch mit Geschlechterfrragen in Theorie und Praxis auseinandersetzt. Auch sind die MitarbeiterInnen der gesamten EP mit der Thematik “befreundet” und verfügen über Erfahrungen im Umgang mit geschlechtsspezifischen Unterschieden und den politischen Implikationen, die damit verbunden sind. Wichtig wird es sein, die bereits bestehenden eigenen Erkenntnise mit denen der anderen zu kommunizieren, von einander zu lernen und die Ergebnisse an das “Klientel” zu vermitteln bzw. auch offen zu sein zu gegenseitigen Lernprozessen durch die Begünstigten. Die GM-Beauftragte erklärt sich bereit – je nach Bedarf – für diese Praxis von Vermittlungsformen unterstützend zur Seite zu stehen.

Comments are closed.